Logbuch

Ich interessiere mich nicht für SPORT, schon gar nicht Fußball. Lerne aber an einer zufällig gesehenen TV-Szene, dass man UNSPORTLICHES VERHALTEN pfeifen kann. Ein Stürmer hatte Spott getrieben, als er den Ball gänzlich ungehindert in ein verlassenes Tor treten konnte. Das sei unsportlich, höre ich. Da hat sich also mitten in Organisierter Kriminalität eine Alltagsverstellung moralischer Art gehalten, die der FAIRNESS, das finde ich interessant.

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NIKOLAUS soll ein Türke gewesen sein.

Echt jetzt? Dann wäre er aber doch von der falschen Seite des Mittelmeers. Also der afrikanischen. Obwohl, es gibt ja zwei falsche Seiten, weil die Adria ja auch eine falsche hat, die, wo Jugoslawien liegt. Irgendwie haben die RÖMER es geschafft, den Stiefel zum Zentrum der Welt zu stilisieren. REICH DER MITTE. Mit Rändern, von Schottland bis in den Mittleren Osten. Das ist HEGEMONIE. Zwar war im alten Rom vieles von den Griechen geklaut, dem Weltreich davor, aber sie haben den Anspruch, jetzt die Mitte der Welt zu sein, auch mit einiger Konsequenz durchgesetzt. Das phönizische Karthago (lag in Afrika, griff aber auf Sizilien über) etwa wurde nicht nur unterworfen, sondern dem Erdboden gleich, in eine Salzwüste verwandelt. Cato der Ältere hatte dazu im Übrigen eine Meinung. Hmmm, Nikolaus war ein Türke. Die Sache wird ja noch schlimmer, wenn man an die HEILIGEN DREI KÖNIGE denkt, die eigentlich Wahrsager, sprich Sternendeuter wahren. Ich höre, dass einer von denen jetzt nicht mehr gezeigt werden kann.

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Wer heute keine Post kriegt von mir, der ist nicht im Verteiler unserer sogenannten NIKOLAUSGABE. Nichts großes oder wichtiges, nur eine kleine Geste. Würde ich als PN die Adresse erhalten, könnte ich den Verteiler ergänzen. Denn rausgeworfen haben wir dort nie jemanden, nur diejenigen, von deren Ableben wir erfahren hatten. Also die, die nicht rechtzeitig einen NACHSENDEANTRAG gestellt hatten. So heißt das im Postdeutsch. Emil Maier c/o Purgatorium...

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VON WEGEN SÜSSE.

Klären wir zunächst die Handlung aus dem Roman von 1939 und einer Verfilmung von 1945, nämlich die der berühmten "Taxi-Szene". Der Privatdetektiv will einen Lieferwagen verfolgen, um dessen Ziel zu erfahren, und springt dazu in ein wartendes Taxi, dessen Fahrer er um den "tail job" bittet. Zum Ende der Aktion übergibt der Fahrer seine Visitenkarte für künftige Aufträge, Tag und Nacht.

In der deutschen Synchronfassung redet der männliche Privatdetektiv die professionell uniformierte weibliche Fahrerin mit "Süße" an und es entspannt sich plump ein Dialog mit erotischer Konnotation, die ihn, den Macho, als den Initiativen erscheinen lässt. Das ist nicht so ganz korrekt. Im Original lautet die Anrede nämlich klar und männlich: "Hi, driver!" Von wegen Süße.

Erst als die Verfolgungsjagd als Auftrag benannt ist, antwortet die Fahrerin, dazu sei sie "your girl"; sprich der richtige Mann. Sie redet ihren Fahrgast mit "bud" an, wohl kurz für "buddy", sprich Kumpel. Als sie die Visitenkarte übergibt, fragt Marlowe, ob das Angebot Tag und Nacht gelte. Jetzt sie: "Melde Dich nachts; tagsüber arbeite ich." Alta, Schwede.

Die Frauen bei Raymond Chandler (dem Romanautor) sind keine Häschen; sie erwählen den "zu kurz geratenen" harten Mann mit den kärglichen Einkommensverhältnissen, weil er eine ehrliche Haut ist; aus eignem Willen und durchaus keck. Das wollte ich nur zum Thema Emanzipation angemerkt haben.