Logbuch
PRESSEAUSWEIS.
Sie waren mal sehr begehrt, die Presseausweise, vor allem bei jenen, die gar keine Journalisten waren. Weil sich mit der Zugehörigkeit zu diesem Beruf Privilegien ergattern ließen, die dem selbsternannten Pressemenschen eigentlich nicht zustanden.
Was in einer Welt von Neid und Gier als menschliche Schwäche ja verzeihlich wäre. Die interessante Frage ist, welche Privilegien es da gab und warum. Ich war echt überrascht, als eine Kassiererin an einem Box Office eines Museums in meine Brieftasche lugte, den PRESSEAUSWEIS erspähte und Bezahlung ablehnte. Für Journalisten frei. Beim Autokauf gab es Prozente, den sogenannten Presserabatt.
Ein ehemaliger Chefredakteur hat mir erzählt, es gab auch bessere Autos; man habe an einem Testfahrzeug für die Presse doppelt so viele Schweißpunkte wie an der Serienkarosse entdeckt. Erhöhte Steifigkeit für ein besseres PRESSEECHO. Das Thema riecht nach Korruption. So wie beim dem Putinportrait im NDR, für das ein befreundeter Oligarch Schmiergeld zahlte.
Man müsste an dieser Stelle auf die Goldmünzen in den Handschuhfächern von Testfahrzeugen eingehen, die sich als Mythos halten. Es hat sie nie gegeben, sagen ehemalige Kollegen, alte Fahrensleute. Das glaube ich auch, dass das Thema Kruger Rands, so heißt der Taler, ein Mythos ist. Das ist besser so, dass das nicht stimmt.
Überhaupt habe ich in all den Jahren nie korrupte Journalisten als Personen gesehen; in allen Fällen, die ich beobachtet habe, ging das Geld an den Verlag, nicht in die Redaktion. Für den Journalismus ist das ein blinder Fleck, weil die Herrschaften der Vierten Gewählt ungern zugeben, dass sie abhängig Beschäftigte eines Verlegers sind. Journalisten leugnen es gern, aber sie machen alle PR, für einen Verleger.
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ADVENT.
Die Weihnachtsmärkte eröffnen und wir hoffen, dass es keine Treffen in Hinterzimmern gibt, in denen Anschläge geplant werden. Irgendwie ist das Zeitalter der Kreuzzüge ja noch nicht abgeschlossen, nicht für Mohammedaner, nicht für Juden, nicht für Christen. Obwohl in allen drei Religionen die Nichtgläubigen in der Mehrheit sind. Hoffe ich.
Zu St. Martin habe ich mich dem traditionellen Gänse-Essen nicht entzogen und hatte zu dem geschmorten Vieh die notorischen Klöße mit Rotkohl. Das alles wäre längst vergessen, hätte die Küche nicht ein Marzipanäpfelchen dazu gestellt. Einen feinen Schmorapfel mit Marzipanhut, auch zum Ende des Mahls noch schweineheiss, und sehr gut.
Es drohen in den nächsten Wochen weitere Brauchtumsessen, die seltenere Tiere nutzen, Fische, Wild und Wasservögel; alle in der Zubereitung so, dass es scharfer Messer nicht bedarf. Meine Frau Mutter pflegte das einem Sauerbraten anzutun, eigentlich Pferd, hilfsweise Rind. Im Gebäck der feineren Art ersetzen nunmehr Nüsse und Mandeln das schnödere Mehl. Vollendet im Christstollen; auch dort im Innersten Marzipan.
Marzipan kommt historisch aus dem Orient, Persien, dem heutigen Iran. Die Hanse brachte es zu uns. Deshalb konnte ein unbedeutendes Kaff wie Lübeck zum Herstellungsort werden; weil Mandeln und feiner Zucker dort anlandeten. Apotheken pflegten das persische Brot als Potenzmittel zu verkaufen. Das Viagra des Mittelalters. Aber das ist, wie Kipling sagt, eine andere Geschichte.
Wenn ich ehrlich bin, vermisse ich nicht das Pferd in Essig, aber doch den Kartoffelsalat mit Würstchen. Und den jahreszeitlichen Friedenswillen. Hinweis an Kiew und Gaza. Ja, ich weiß, an Moskau und Tel Aviv. Ja, ich weiß, an Teheran und Washington.
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TODESENGEL. TRAGISCH.
Nie habe ich was zu dem Bullerbü-Syndrom der Klima-Aktivisten gesagt. Mir liegt nichts daran, die Schülerkampagne mit dem Schwänzen am Freitag „wg. Klima“ zu diskreditieren. Obwohl deren Vernichtungsrhetorik („extinction“) irritiert. Ich bin halt anderer Meinung; habe aber in dem Alter dieser Kids auch manchen Unsinn vertreten. Allerdings auf einem anderen intellektuellen Niveau. Und, sorry, von anderer Moral.
Greta Thunberg inszeniert sich neuerdings als Antreiberin in Sachen Judenhass. Die gelernte Kinderheilige kommt aus der Pubertät und legt nach. Man solle Palästina befreien. Von wem? Mit einem Palästinenser Tuch geschmückt, fügt sie der Klima-Apokalypse eine kulturelle hinzu. Der Kulturbruch erscheint kategorisch. Man hörte auf ihrer Demo: Treibt sie vom Jordan ins Meer! Denn das ist in Wahrheit das islamistische Angebot an die Juden, deren Vertreibung, wenn nicht Vernichtung. Dafür gibt es Indizien.
Auf der Greta-Demo selbst wird ein Plakat hochgehalten, auf dem handschriftlich eine Forderung verzeichnet ist. Sie lautet: „Globalize Intifada!“ Damit ist die Katze aus dem Sack. Der islamistische Vernichtungskampf gegen Israel, die Intifada, soll in alle Welt getragen werden. Was im Nahen Osten als eine Art Dritte Intifada gerade an Massakern des Barbarischen entartet, soll global wirken. Wahrscheinlich „wg. Weltjudentum“, oder, Greta?
Das gnadenlos überschätzte Kind. Die hysterische Kinderheilige betätigt sich als apokalyptischer Todesengel. Irre. Tragisch.
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Sexuelle Befreiung, auch eine Lebenslüge der Grünen
Gründungsvater Joschka Fischer sah sich als der letzte authentische Rock `n Roll-Politiker. Bob Dylan war ihm wichtiger als Karl Marx. Schon klar, dessen enigmatische Texte waren zwar nicht leichter zu verstehen, aber kürzer und beim Taxifahren zu verdauen. Man wollte den Vietcong vom Ami und sich selbst vom vorzeitigen Samenerguss befreien. Das ging damals in einem Diskurs, Imperialismuskritik und die Orgasmusschwierigkeiten der Frauen. Sexuelle Befreiung war angesagt. Man wähnte sich als Avantgarde der Menschheit.
Joschkas Jugendkumpel Dani, nicht gelernter Taxifahrer, sondern Kindergärtner, hat leider seine erotischen Fantasien aufgeschrieben. Seine heutigen Dementis sind dünn, aber glaubhaft. Man war nicht Päderast, wollte aber als einer erscheinen. Die Vertriebene Erika, die so schwarz ist, dass sie braune Schatten wirft, will den schwulen Grünen Beck deshalb aus seinen Ämtern vertreiben. Die Ökos haben ihre seinerzeitige Toleranz gegenüber sexuellem Kindesmissbrauch an der Backe.
Von allen Tabus dieser Welt halte ich das der sogenannten Pädophilie für das verteidigungswürdigste. Schon das Wort ist eine Infamie. Kinder sind unsere Schutzbefohlenen. Wir sind die, die wir schützen. Nennen wir es Brutpflege oder Ethik, keine Begründung der Welt kann mir die Kinderficker sympathisch oder auch nur tolerierbar machen. Ekelhaft.
Unsinn, es sind veritable Pornos. Man hat gesoffen und gevögelt. Die Hausherrin sitzt rücklings auf dem Hausherrn und ihre Hand sucht a tergo nach dem gewissen Etwas. So weit, so gut. Aber es steht auch ein Sklave dabei und gibt eine Handreichung. Auf allen Eheszenen im convivium sind Helfer zu sehen. Man hatte gegenüber Sklaven keine Scham. Sie wurden auch schon mal, sagt mir eine Tafel in der Ausstellung, „rangenommen“, was das Recht der Hausherrn war.
Wichtig ist die Ikonographie: Leibeigenen wurde deutlich kleiner gemalt, ihren Status anzeigend. Wie Kinder. In den Bädern häufen sich also Knaben nicht, weil es Kinder waren, sondern weil sie sozial gekennzeichnet wurden. Dass die Tempelhuren wie Mädels aussehen, entspricht der sozialen Hierarchie, nicht dem Alter. Man glaubte nicht, dass sie Personen seien. In der Tat war es so, wie es heute noch in benachbarten Religionen ist: Sklaven waren keine Menschen, sie gehörten zum Sachrecht.
Wir sehen, was man sich damals an die Schlafzimmerwand malen ließ. So waren die Sitten sexuell explizit dargestellt wie jene Szenen im Alten Rom, in denen junge Männer aus gutem Haus an Schafen übten. Andere Nebenseitigkeiten waren den Götterdarstellungen vorbehalten. Der Römer Cupid, im Griechischen Eros genannt, war dem Vielseitigen zugeneigt. Bachus wusste von Wein und Fruchtbarkeit, und das offenbar nicht aus Büchern.
Und das andere ist: Knabenliebe ist Sklavenhaltermentalität. Pädophilie ist ein Verbrechen an der Menschlichkeit. Nur wer Menschen zu Sachen degradiert, kann hier Gefallen finden. Und der Grüne Beck sagt es ja heute: Es gibt keinen konsensualen Sex mit Kindern. Alles andere ist, wie gesagt: Ekelhaft. Und strafwürdig.
Quelle: starke-meinungen.de